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Vera Reichlin-Meldegg
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Lisa Pradhan
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Die Hälfte unserer Bevölkerung sind Frauen. Dennoch diskutieren wir auch nach mehr als 100 Jahren des Weltfrauentags – der Tag, an dem Frauen ihre sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Errungenschaften feiern – die Herausforderungen und teils Ungerechtigkeiten, mit denen Frauen konfrontiert sind. Diese Ungleichheit ist eines der größten Hindernisse für nachhaltige Entwicklung, ökonomisches Wachstum und Armutsbekämpfung. Und es ist nicht nur ein moralisches oder soziales Problem, sondern auch ein wirtschaftliches: Denn wenn 50% der Bevölkerung nicht ihr vollständiges wirtschaftliches Potential entwickeln, hat das auch einen nicht geringen Einfluss auf die Weltwirtschaft (so schätzt das McKinsey Global Institute in einer Studie die Möglichkeit, im Jahr 2025 einen um 12 Billionen Dollar höheren weltweiten BIP aufgrund von Gleichberechtigung zu generieren).

Die Gleichstellung der Geschlechter kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden, z.B. Zugang zu Finanzkraft und Wirtschaft, Rechtsschutz und politisches Mitspracherecht, körperliche Sicherheit und Autonomie sowie Chancengleichheit in der Arbeitswelt. Für Letzteres gibt es verschiedene Ansatzpunkte für Unternehmen, um die Einbindung aller auf ihre Agenda zu setzen und die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz zu ermöglichen und zu verbessern. Hier sind einige Beispiele:

 

Gendergerechte Ansprache

Spätestens seit der 2021er-Neuauflage des Duden, in welchem die „Ärztin“ ab sofort gleichwertig neben dem „Arzt“ steht und auch alle weiteren 12.000 Personen- und Berufsbezeichnungen geändert werden, sollte klar sein, dass eine rein männliche Ansprache Frauen ausschließt (sowie im Übrigen auch intersexuelle Menschen). Wörter, die auf '-mann' enden, sind die am häufigsten verwendeten geschlechtsspezifischen Substantive. Und für die meisten Begriffe gibt es gute Alternativen, die dafür sorgen, dass man nicht automatisch das Geschlecht der betreffenden Personen annimmt. Unsere Alltagssprache spielt eine große Rolle, Geschlechterstereotypen aufzubrechen. Es ist heute nicht mehr Usus, dass ein Softwareentwickler ein Mann sein muss – es kann gleichermaßen eine Softwareentwicklerin sein. Wir sollten also nicht nur von „er/ihm“, sondern zusätzlich von „sie/ihr“ sprechen. Diese sprachliche Änderung mag eine Kleinigkeit sein, aber es leistet einen großen Beitrag, um die kulturelle Wahrnehmung von Geschlechtern zu verändern.

Auch unser CEO und Co-Founder Manas Fuloria ist ein großer Verfechter für die geschlechterneutrale Ansprache und erst kürzlich hat er einen eigenen Blogpost auf LinkedIn dazu verfasst: „Revolution through gender pronouns“.

 

Zugang zur Führungsebene

Auch heute noch sind Frauen in Führungspositionen stark unterrepräsentiert. Als globales Technologieunternehmen, das von den Vorteilen der Gleichstellung von Mann und Frau überzeugt ist, hat Nagarro verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um eine Frauenquote von mindestens einem Drittel auf der Führungsebene zu erreichen. Eine der wichtigsten Initiativen ist das "Glass Window"-Programm, das wesentlich dazu beiträgt, weibliche Führungskräfte aufzubauen und ihren Erfolg anzuerkennen.

Begonnen hat das Programm zunächst mit dem Senior Management Team und der Nominierung unserer vielversprechendsten weiblichen Führungskräfte. Für ein Jahr nahmen Sie an allen Diskussionen, Meetings, Konklaven und Task Forces teil und hatten Zugang zu allen Informationen, die innerhalb dieser Gruppe ausgetauscht wurden. Dieses Konzept wurde auf alle unsere Führungsforen ausgeweitet und hat einen großen Schub beim Aufbau von starken weiblichen Führungskräften bewirkt. Wir bei Nagarro glauben, dass das Konzept "Reservierung für den Zugang" und nicht "Reservierung für die Position" dazu beiträgt, die Erfolge unserer weiblichen Nagarrians nicht zu schmälern. Für uns als Organisation zeigt sich seit der Einführung des Programms ganz klar, dass mehr Frauen in den Teams automatisch zu mehr Ideenreichtum und zu neuen Perspektiven führen – und gleichzeitig junge, aufstrebende Führungskräfte inspirieren.

Unser HR-Director Mukund Nair hat hierzu ein spannendes Interview gegeben („Striving towards an inclusive workplace“).

 

Hiring-Programme gezielt für Frauen

Es steht wohl außer Frage, dass es sowohl moralisch als auch strategisch notwendig ist, Frauen in einem Unternehmen die gleichen Chancen zu geben wie Männern. HR-Abteilungen müssen kreativ werden, um die Zielgruppe Frau optimal anzusprechen, und um vermehrt Mitarbeiterinnen einzustellen und diese an das Unternehmen zu binden. Nagarro hat verschiedenste Hiring-Programme zugeschnitten auf die jeweiligen Länder, so läuft zurzeit in Indien eine landesweite Werbekampagne in allen großen Tageszeitungen, die sich auf "work from anywhere" konzentriert und in erster Linie auf weibliche IT-Fachkräfte abzielt.

Um die Einstellung von Frauen zu verstärken, arbeiten wir auch mit dem Verein "Women in Technology" (WIT) zusammen – und dies nicht nur als weiteren Hiring-Kanal, sondern auch, um WIT mit unserem Know-how zu unterstützen und gemeinsam an Technologielösungen zu arbeiten. Das Ergebnis war u.a. die Entwicklung von Tara (eine 35-jährige Frau mit 2 Kindern), die als Conversational Chatbot eingesetzt wird und das Gespräch mit Jobinteressenten und Website-Besuchern erleichtert. Tara begleitet bei der Jobsuche und empfiehlt Kurse oder Literatur.

 

Angebote für berufstätige Mütter

Frauen bringen oft signifikante Karriereopfer, um eine Familie zu gründen. Daher ist es umso wichtiger, auch Väter zu ermutigen und zu unterstützen, Elternzeit zu nehmen und eine aktive Rolle bei der Kinderbetreuung zu spielen. Eine Möglichkeit, das Spielfeld zu ebnen, ist eine konsequente Elternzeitpolitik mit bezahltem Urlaub für beide Elternteile. Wiedereinstiegsprogramme und Schulungen können Frauen auch dabei helfen, den Anschluss an die neuesten Trends zu finden, wenn sie nach ihrer Karenzzeit wieder in das Berufsleben einsteigen. Virtuelle Kurse und Webinare, wie sie von der Nagarro University angeboten werden, bieten hierbei reichlich Gelegenheit zur Weiterbildung.

Darüber hinaus hat Nagarro weitere einfache Möglichkeiten implementiert, um Müttern das Arbeitsleben zu erleichtern, z.B. durch Ruhe- und Stillräume und unserer Philosophie des „work from anywhere“. Dies ermöglicht es Müttern, ihren Arbeitstag verantwortungsvoll und flexibel zu gestalten, so dass sie ein Maximum an Work-Life-Balance nutzen können. Qualitativ hochwertige (und leistbare) Kinderbetreuung in der Nähe des Arbeitsplatzes, wie es z.B. unser Büro in Gurgaon/Indien umsetzt, trägt ebenfalls dazu bei, dass berufstätige Mütter oder Väter sicher und entspannt durch den Arbeitstag gehen können, während sie ihre Kinder nur einen Steinwurf entfernt gut betreut wissen („Inside our Day Care“).

 

Mentoring Programme

Es gibt Momente in der eigenen Karriere oder im Leben, an denen man einen Coach braucht, um das Vertrauen in sich selbst sowie das eigene Potenzial zu maximieren. Manchmal braucht es mehrere Inputs, oder es reichen nur ein paar Ideen von jemandem, der einen anderen Blick auf das große Ganze hat oder der eine ähnliche Reise bereits durchgemacht hat. Sowohl internes Mentoring in Unternehmen als auch externe Mentoring-Programme verfolgen das Ziel, aufstrebenden Frauen Vorbilder an die Hand zu geben, die sie auf ihrem Weg begleiten.

Während es in vielen Organisationen Mentoring-Programme gibt, haben wir bei Nagarro eines aufgebaut, von dem wir glauben, dass es unseren CARING-Kernwerten entspricht. Es handelt sich um unsere Pathfinder-Initiative (auch PI genannt), die sich derzeit in der Pilotphase befindet und in einigen Monaten in ganz Nagarro eingeführt wird. Mentorinnen und Mentoren ("Navigators") unterstützen Kolleginnen und Kollegen ("Explorers") auf ihrer Reise, um innerhalb von Nagarro zu wachsen, den eigenen Karriereweg zu gestalten und das Unternehmen und die Kultur besser zu verstehen.Wir sehen dieses agile, globale und hierarchielose Programm als einen Game Changer, um uns als Organisation weiter zu differenzieren.

Zum diesjährigen Weltfrauentag hatten wir die Gelegenheit, mit drei beeindruckenden Frauen zu sprechen und von ihren Erfahrungen zu lernen. Hier geht's zum besonders inspirierenden Gespräch mit Mary Beth Westmoreland (VP, Brand Protection bei Amazon), Catharina Tunberg (CTO bei ASSA ABLOY Global Solutions) und Shalini Sarin (Mitgründerin und Geschäftsführerin von Elektromobilitat):


Sexismus und Belästigung aufzeigen

Sei es "Mansplaining" oder unangemessene sexuelle Witze – Frauen sind fast täglich mit allen Arten von sexistischem und respektlosem Verhalten in der Öffentlichkeit und an privaten Orten konfrontiert. Ein sehr wichtiger Unternehmensgrundsatz in unserer „Nagarro Constitution“ ist das Streben nach einem Arbeitsplatz, der frei von jeglicher Diskriminierung ist – sei es aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Familienstand, Religion, sexueller Orientierung, Weltanschauung, körperliche Beeinträchtigung oder Geschlecht. Ein Missachten, v.a. im Bereich der sexuellen Belästigung, wird unternehmensweit mit einer Null-Toleranz geahndet. Weltweit nehmen Nagarrians an verpflichtenden Unterrichtsmodulen inklusive diverser Fallbeispiele teil, um bereits kleinste Vorkommnisse von Diskriminierung zu erkennen und zu verstehen. Ob im privaten oder beruflichen Umfeld: Seien Sie ein aktiver Beobachter, indem Sie die Situation stören und benennen Sie das unangemessene Verhalten auf eine sichere, respektvolle Weise.

 

Sharing is “CARING”

Laut Goalkeepers übernehmen Frauen weltweit dreimal mehr unbezahlte Pflege- und Hausarbeit als Männer. Das ist dreimal so viel Zeit und Energie, die den Frauen genommen wird, die sie sonst nutzen könnten, um ihre Karriere voranzutreiben, mehr Geld zu verdienen und Freizeitaktivitäten zu genießen. Warum sollten wir dann nicht eine Kultur auf Organisationsebene haben, die Männer ermutigt, die gleiche Verantwortung zu übernehmen?

Nagarrians auf der ganzen Welt werden ermutigt, die Kultur des "Sharing is CARING" zu verinnerlichen, die sich in unseren regelmäßigen Diskussionen und Teammeetings widerspiegelt. Von der gleichmäßigen Aufteilung der Hausarbeit zwischen beiden Partnern bis hin zur Ermutigung von Kindern aller Geschlechter, sich an der Hausarbeit zu beteiligen (und für eine klischeefreie Zukunft zu lernen), haben Nagarro-Familien vor allem während der Covid-Pandemie bewiesen, was Geschlechtergleichheit bedeutet. Wissen auch Sie, wie es ist, mit Kindern im Home-Office zu sein? Wir haben einige Nagarrians gebeten, mit uns ihre Quarantänegeschichten zu teilen.

Sehr viele Unternehmen haben erkannt, dass sie von Gleichstellungsmaßnahmen profitieren. Gemeinsam müssen wir als Vorbild agieren und zeigen, dass die Sichtweise einer traditionellen Mann/Frau-Trennung eine ewig gestrige ist.

Nagarrians auf der ganzen Welt standen Seite an Seite beim #IWD2021 und wählten #ChooseToChallenge:

 

Was sind Standpunkt und Maßnahmen Ihres Unternehmens in Bezug auf Vielfalt, Gleichheit und Inklusion? Schreiben Sie uns: Vera.reichlin-meldegg@nagarro.com. Wir freuen uns über jede Inspiration noch besser zu werden.

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Life at Nagarro, Women at Nagarro, International Womens Day

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Vera Reichlin-Meldegg
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Lisa Pradhan
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