Die neue Rolle der IT Berater - die CIOs haben ein „wicked problem“

29.09.2017, written by Nagarro

Categories: Innovation, Cloud, CIO, Transformation

damosHat der Wandel der CIOs, die sich jetzt freigeschaufelt von täglichen Betriebsfragen den großen Entwicklungsfragen im Unternehmen aus IT Sicht widmen, funktioniert? Damianos Soumelidis, Nagarro Österreich Geschäftsführer, ist überzeugt: Dafür braucht es auch ein erweitertes Rollenverständnis auf der Beraterseite.

Die Cloud war lange das große IT Thema. Wie ist die Lage heute?

Die Cloud setzt sich steten Schrittes durch. Es braucht keine Missionierungsarbeit mehr, weil jeder CIO Bescheid weiß. Viel spannender sind die aufbauenden Entwicklungsthemen wie Sensorik, Augmented/Assisted Reality, Analytics und die Frage, ob und wie man die neuen Konzepte künftig nutzen wird. Wir müssen den CIOs helfen, andere Denk- und Arbeitsweisen im Unternehmen zu implementieren, damit ihnen die Innovations- und Transformationsbewegung gelingt. Als Berater fühle ich mich gefordert, ja fast in der Pflicht, Kunden in diesem Prozess zu unterstützen, jedenfalls sofern eine gewisse Erkenntnislage gegeben ist.

Wie kann Nagarro im Innovationsprozess unterstützen?

Nagarro ist ein Technologieunternehmen, kein Unternehmensberater. Diesem Ursprung bleiben wir treu. Wie man das Geschäft aufgrund von Marktveränderungen besser machen kann muss von der Unternehmensführung kommen. Unsere Aufgabe ist es, technologische Errungenschaften der jüngeren Vergangenheit und Trends auf unsere Kunden abzustimmen. Dafür schauen wir uns an welche Infrastruktur und Möglichkeiten zur Verfügung stehen, was die Branche international tut, wie Technologien sich entwickeln. Dann nähert man sich der gewünschten Entwicklung in Einzelprojekten, macht Prototypen, beobachtet Technologien und ist jederzeit handlungsbereit.

Damianos-Soumelids

Innovationsberatung ist also ein neuer Service, auch in der IT?

Ja, richtig. Denn die CIOs haben ein „wicked problem“: Sie sollen das Unternehmen auf komplizierte, vielschichtige, schemenhafte Zukunftsvisionen vorbereiten, haben aber weder zusätzliche „time & material“, noch Sparring Partner und dazu hohen Druck durch die kurzen Zyklen, die wir in der Technologie, im Kundenverhalten usw. erleben. Das gelingt nur, wenn man umdenkt, wesentlich agiler und schneller wird, aber auch eine Kultur des Vorwärtsscheiterns entwickelt.

Wie kann man das wicked problem der CIOs lösen?

Wir bieten kostenlose Workshops an um zu zeigen, was in kurzer Zeit möglich ist. Das Faszinierende ist, man muss nur die Türen aufstoßen und es entstehen hervorragende Ideen. Natürlich arbeiten wir nicht ins Blaue, sondern definieren vorher ein Thema. Dazu zeigen wir Vieles zum Angreifen, z.B. wie verschiedene Chatbots funktionieren, oder IoT Hands-on Übungen. Das Probieren liefert großartige Impulse. Am Ende hat man drei bis fünf Ansätze wovon meist ist einer besonders geeignet ist für einen Use Case. Wer heute 7 Monate ein Konzept entwickelt ist von der Marktrealität schon weg, bevor das Projekt beginnt.

Was ist der richtige Moment, sich mit Innovation und Transformation auseinanderzusetzen?

Damit muss sich immer und über alle Fachbereiche hinweg befassen. Mit der bimodalen IT versucht man, den Ball der IT zuzuspielen. Aber wer macht das? Ich kenne wenige. Die Unternehmensentscheider müssen die Aufgaben erkennen, die auf sie zukommen und sobald klar ist, DASS Veränderungen passieren und welche Bedeutung sie makroökonomisch haben, muss die IT den Weg technologisch beschreiten, ohne dafür einen 5-Jahres-Plan zu brauchen. Die wahre Kunst der IT ist es, die Lage, die sich dauernd ändert, richtig einzuschätzen. Deshalb sind Agilität und flexible Ressourcen bei den IT Dienstleistern auch so wichtig.

 

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