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Autor
Gabriele Gerhardter
Gabriele Gerhardter
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Innovationen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen. Doch bevor eine Geschäftsidee auf den Markt kommt, gilt es die Hürden bezüglich ihrer technischen Umsetzbarkeit und des wirtschaftlichen Erfolgs zu bewältigen. Hier kommt der Proof-of-Concept (PoC) ins Spiel, der als Analyse-, Erprobungs- und Entscheidungswerkzeug dient. In diesem Beitrag wird der PoC als Methode vorgestellt, um die Machbarkeit von Geschäftsideen zu überprüfen und technologische Unsicherheiten zu minimieren.

Ideen am Start

Kennen Sie das? Ein Innovationsmanagement-Tool, Ideation-Prozess oder Design-Thinking Workshop hat unter Einbeziehung vieler motivierter Mitarbeiter Ideen hervorgebracht. Diese wurden aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, auf mögliche Kundenbedürfnisse gecheckt, mit der Unternehmensstrategie in Einklang befunden und von Stakeholdern ausgewählt. Jetzt ist sie da: Die Geschäftsidee.

Die unmittelbare Frage danach: Ist die Idee für uns überhaupt umsetzbar? Für Innovatoren mutet dies wie ein plötzlicher „Schritt zurück“ an, raus aus dem „Flow der coolen Ideen“. Doch ist es kein Zaudern, sondern eine wichtige Frage zum richtigen Zeitpunkt.  Die Umsetzung von Ideen ist mit vielen Unsicherheiten und Risiken für Unternehmen behaftet, diese müssen im Innovationsprozess so früh wie möglich aus dem Weg geräumt werden.

Hürden, die zu nehmen sind

Neue Ideen erfolgen oftmals aus einem „Technology-Push“ heraus. Der Einsatz eines neuen technologiebasierten Produktes oder Services erscheint vielversprechend, das Marktpotenzial ist oftmals noch unbekannt, der Bedarf muss erst evaluiert werden. Im Gegensatz dazu entstehen „Market-Pull“ Ideen aus dem Wissen über Kunden- und Marktbedürfnisse. Die technologische Umsetzung bleibt zunächst ein Fragezeichen – man kommt jedoch nicht drum rum. In den überwiegend digital getriebenen Innovationen muss sich heute fast jede Geschäftsidee der Technologiefrage stellen. Man merkt schnell: Die Antwort ist komplex und verlangt klare Entscheidungen:

  • Technologieauswahl: Die Technologie muss gleichermaßen zu den Anforderungen des Unternehmens und der Innovation passen. Technische wie auch funktionale Aspekte und der Ressourcenaufwand sind zu berücksichtigen. Unterschiedliche Technologieanbieter und Lösungen müssen verglichen und bewertet werden; im B2B Bereich oft auch in Einklang mit bestehenden Kundensystemen gebracht werden.
  • Zukunftsfähigkeit: Die Technologie soll langfristig nutzbar sein, somit auf Zukunftsbedarfe hin ausgewählt, an neue Systeme angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Zudem muss sichergestellt werden, dass es genügend Support und Know-how für die Technologie gibt.
  • Skalierbarkeit: Wenn das Innovationsvorhaben erfolgreich ist, sollte die Technologie skaliert und bei steigendem Nutzungsbedarf ohne Probleme erweitert werden können.

Kein gerader Weg zum Ziel

Die Unsicherheit und das Risiko bei technologiebasierten Innovationen steigen zunehmend. Die Nutzung von Cloud-Plattformen, Künstlicher Intelligenz, Applikationen und Anwendungen nehmen kontinuierlich zu, da sie über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheiden. Die wichtigste Frage bleibt: „Auf welches Pferd soll ich setzen?“ Folgende Aspekte sind in Betracht zu ziehen:

  • Integration mit bzw. Ablösung von bestehenden Systemen: Ein wichtiger Aspekt bei der Einführung neuer cloudbasierter Technologien und KI-Anwendungen ist die Integration mit bestehenden Systemen. Viele Unternehmen haben eine komplexe IT-Infrastruktur, und die Integration neuer Technologien kann zu Kompatibilitätsproblemen führen bzw. erhebliche Neuinvestitionen zur Folge haben.
  • Regularien, Sicherheit und Datenschutz: Regularien (wie z.B. DSGVO, Digital Service Act oder zukünftige EU AI Act), die die Verwendung von Daten aufgrund von rechtlichen und ethischen Grundsätzen festlegen, setzen neue Rahmenbedingungen für den Einsatz von digitalen Technologien. Unternehmen müssen gewährleisten, dass ihre Daten sicher und geschützt sind, insbesondere wenn es um vertrauliche Informationen wie Kundendaten, Geschäftsinformationen oder geistiges Eigentum geht.
  • Anforderungen externer Kunden: Bei der Bereitstellung von PaaS/SaaS-Lösungen werden oft erstmalig unternehmensinterne Systeme und Prozesse geöffnet. Hierbei ist es wichtig sicherzustellen, dass die Technologie einwandfrei in die bestehenden Geschäftsprozesse der Kunden integriert werden kann und die Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz und Compliance erfüllt werden.

Technologische Unsicherheiten sind ein zentrales Hindernis für die Umsetzung neuer Geschäftsideen. Eine Idee kann auf dem Papier vielversprechend aussehen, die Realisierung durch technologische Herausforderungen allerdings erschwert werden. Viele Geschäftsideen stoßen hier an ihre Grenzen. Die Folge: Manche geben bei dieser Hürde auf, andere entscheiden „Augen zu und durch“ (am Ende oftmals disqualifiziert); wirklich erfolgreich sind jene die den Anlauf für den großen Sprung kalkulieren und gezielt ansetzen.

Der gezielte Anlauf: „Proof-of-Concept“

Der Proof-of-Concept (PoC) ermöglicht es Unternehmen, die Machbarkeit von Geschäftsideen zu bewerten, mögliche Probleme frühzeitig zu identifizieren und vor der eigentlichen Umsetzung die größten Probleme zu lösen.

Bei Nagarro haben wir eine PoC-Methode entwickelt, die iterativ, tech-fundiert und partnerschaftlich ist. Sämtliche Erfahrungen aus Kundenprojekten rund um den Globus sind in diese PoC-Methode geflossen, die sich mittlerweile hervorragend in der Begleitung von Innovationsprozessen und der Implementierung neuer Technologien bei Unternehmen aus verschiedensten Branchen bewiesen hat.

Es hat sich gezeigt, dass externe Experten wertvolle Erfahrungen aus anderen Projekten und Branchen für den PoC einbringen können. Sie gehen unvoreingenommen an die Geschäftsidee heran, können technologische Unsicherheiten und Marktrisiken besser einschätzen sowie Empfehlungen aussprechen, da sie nicht von interner “Betriebsblindheit”“ betroffen sind.

Zusatzgewinn durch externe Experten:

  • Expertise: Sie haben tiefe Markteinblicke und ein fundiertes Verständnis von unterschiedlichen Technologien und ihre Anwendung in verschiedenen Branchen, können den Adaptierungs- und Implementationsaufwand aufgrund von Erfahrung bewerten und die Zukunftsfähigkeit besser abschätzen
  • Objektivität: Durch ihre Unabhängigkeit können sie eine objektive Perspektive und wertvolle Einblicke in die unterschiedlichen technologischen Möglichkeiten am Markt bieten.
  • Ressourcen: Sie bieten zusätzliche Ressourcen und Unterstützung, wie zum Beispiel spezialisierte Software-Tools für Testanwendungen.
  • Experten-Pool: Sie können auf ihren Pool an Fachexperten für Detailfragen zugreifen und haben ein breites Netzwerk an Partnern, die bei der Entscheidungsfindung im PoC helfen.
  • Effektivität: Sie erhöhen die Effektivität des PoC, da sie auf erprobte Methoden, Tools und bewährte Prozesse zurückgreifen.

Die Etappenziele

Unsere PoC-Methode gliedert sich in vier Phasen. Wir starten mit der Analyse, bevor wir in zwei iterative Stufen übergehen: Auf Grundlage des Designs erfolgt die Exploration. Die Ergebnisse haben unmittelbare Auswirkungen auf das Design. Die laufende Wiederholung dieses Regelungskreises führt dazu, dass bereits in der PoC-Phase unterschiedliche Blickwinkel und Anforderungen (interne Testgruppe, ausgewählte Kunden, unterschiedliche Technologien etc.) einfließen. Zudem wird an ausgewählten Piloten, Show-Cases, MVPs etc. gearbeitet, damit die Bewertung der Idee möglichst praxistauglich erfolgen kann.  Dadurch lassen sich schlussendlich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten.

Sehen wir uns die vier Phasen im Detail an:Four stages of Nagarro’s POC method

  1. Analyse: Der Scope und die Anforderungen an den PoC werden definiert. Einen Schwerpunkt bildet die Analyse zur technischen Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Idee. Dabei werden unter anderem Fragen zur Kosten-Nutzen-Effizienz sowie der technologischen Herausforderungen beantwortet: Welche Lösung wird angestrebt? Was gibt es davon bereits am Markt? Was ist für das Unternehmen und ggf. sein Kundennetzwerk passend? Es erfolgen Recherchen, Markt-, Technologie- und Systemanalysen sowie eine Aufbereitung der Ergebnisse.
  2. Design: Das Design für die Umsetzung der Geschäftsidee wird definiert sowie für die erste Anwendung in einzelnen Bereichen (Pilot, MVP etc.) inkl. Erfordernisse festgelegt und Entscheidungen über Ressourcen gefällt. [Iterationen mit 3]
  3. Exploration: Erstellung bzw. Implementierung und Testen des Piloten, MVPs etc., der für bestimmte Mitarbeiter oder Kunden zum Einsatz kommt: hier sollen rasch vielfältige Nutzungs-Erkenntnisse (Userakzeptanz, IT System Performance etc.) gewonnen werden. Parallel wird getestet und adaptiert sowie sichergestellt, dass der richtige Outcome produziert wird. Iterativ werden Rückschlüsse auf das Design getätigt und dieses entsprechend angepasst. [Iteration mit 2]
  4. Empfehlung: Die Empfehlung dient der fundierten Entscheidung des Unternehmens über die Geschäftsidee aufgrund von Recherchen zu technologischen und marktgetriebenen Umsetzungsmöglichkeiten inkl. bereits eingearbeiteten Praxis-Feedback. Ergänzend kann ein Ausblick auf weitere potenzielle Use Cases oder die Skizzierung einer strategischen (Technologie-)Roadmap erfolgen.

Der gelungene Hürdensprung

Innovation in Unternehmen ist heute durch Unsicherheit und Ungewissheit geprägt. Ob Märkte, Kundenanforderungen oder neue Technologien: für die Generierung und Evaluierung von Geschäftsideen bedeutet das, man muss schneller und flexibler werden, um auf Änderungen in den Rahmenbedingungen kundenorientiert reagieren zu können. Unternehmen müssen Voraussetzungen schaffen, die ihnen bei der Entwicklung neuer innovativer Geschäftsideen helfen, trotz Unsicherheit und Ungewissheit „entscheidbare Entscheidungen“ zu treffen.

Ein PoC ist eine hilfreiche Methode, die dazu beiträgt, die Machbarkeit und Wirksamkeit einer neuen Idee oder Technologie zu testen und Unsicherheit zu reduzieren. Nagarro erweitert den klassischen PoC um die „Praktikabilität“ und einen iterativen Prozess, d.h. mit getesteten Piloten, Showcases oder Minimal Viable Products, um frühzeitig mögliche Hindernisse in der praktischen Umsetzung zu erkennen, Kundenerfahrungen mit einzubeziehen und interne Umsetzungserfordernisse zu evaluieren. Das mündet in einer fundierten Empfehlung zur Umsetzbarkeit der Geschäftsidee. Der Sprung über die größte Hürde ist genommen. Auf Basis der vielfach gewonnenen Erkenntnisse kommen Unternehmen zu einem perfekten Zieleinlauf auf Ihrer Innovation-Road.

Tags

Digital Innovation, Digital Transformation, proof-of-concept, Innovate

Autor
Gabriele Gerhardter
Gabriele Gerhardter
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Digital Innovation, Digital Transformation, proof-of-concept, Innovate