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enterprise-agileAgile Arbeitsmethoden, ursprünglich ein Konzept aus der Software-Entwicklung, kommen heute in vielen Bereichen zum Einsatz. Agilität ist ein Erfolgsprinzip, ja geradezu eine Philosophie, geworden. Der IT- und Software-Experte Nagarro über die Anwendung von „Enterprise Agile“ Methoden.

Warum es nicht wie früher geht

Eine Business-Anforderung erreicht die IT. Es hat Wochen gedauert, sie auszuformulieren, alle Aspekte einzuarbeiten, bevor die Requirements der IT übergeben werden konnte. In einer mehrmonatigen Ausschreibungsphase evaluiert man geeignete IT Partner, oder kurbelt das Recruiting an (viel Spaß, falls Software-Experten gesucht werden!). Die folgende Entwicklungsphase braucht auch ihre Zeit und bevor das System die erste Testphase erreicht, ist schon ein Redesign fällig. Das ist das Waterfall-Prinzip und es hat in der IT ausgedient.

Rasche Zyklen, sehr ausgeschlafene Mitbewerber, geringere Kunden-Loyalität, das globalisierte Umfeld – all das verlangt nach einem anderen Tempo. Wenn sich der Markt einmal dreht, hat man heute nicht mehr 9 Monate, sondern 2 Monate Zeit, zu reagieren. „Die IT muss schon voraus gedacht und bei Bedarf schnell Zugriff auf Ideen und Entwickler haben“, ist man beim IT- und Softwareexperten Nagarro überzeugt.

Die Idee von Agile, Scrum & Co.

Um geschäftliches Neuland zu erschließen braucht es laufend neue Ideen, (rapid) Prototyping, ständige Konzeptadjustierungen, aber auch Mut, Dinge wieder zu verwerfen. Agilität von der ersten Erkenntnis bis zur Umsetzung. „Enterprise Agile“ ist eine Denkhaltung, die von der Strategie bis zur Projektrealisierung alle Schritte der Gestaltungskette betrifft. Schon in einem sehr frühen Ideenstadium werden alle involvierten Business Units und externe Experten hinzugeholt und nach Projektabschnitten immer wieder eingebunden. Man arbeitet in kleineren Einheiten, die Mindestanforderung bildet die Basis. In definierten Zyklen werden parallel Ergebnisse geliefert und nächste Module entwickelt. Integrale Bestandteile der agilen Arbeitsweise sind Proof-of-Concepts sowie der tatsächliche Mut zur Kurskorrektur. Denn: Die Agilität verzichtet auf den gewohnten Tiefgang zu Gunsten der Schnelligkeit. Der Konsument von heute screent viele Angebote, entscheidet schnell, ist praxisorientiert und verzichtet durchaus auf wissenschaftliche Korrektheit. Anders gesagt: Dabei sein ist oberste Priorität.

Trendscouti in Sachen Technologie

Bleibt die Frage: wie agil will oder kann man sein? An Rahmenbedingungen kommt niemand vorbei, das ist klar. Andererseits wird die IT dramatisch überhäuft mit Trends, muss extrem schnell auf Märkte, Bedürfnisse, Kundenverhalten, Mitbewerber reagieren. Daher sollten Unternehmensführung und Fachbereiche die große Überschrift vorgeben und der IT die Einschätzung überlassen, welche Subprojekte wann und wie umgesetzt werden. „Das zentrale Element ist die User Story. Das perfekte Gesamtbild ist für agile Weiterentwicklung nicht erforderlich, das wächst schrittweise“, so die Nagarro Experten.

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